Aus dem Schatten der Technologie: Wer leistet die wirkliche Arbeit in der KI?

Aus dem Schatten der Technologie: Wer leistet die wirkliche Arbeit in der KI?
Viele Menschen die mit KI zu tun haben, arbeiten unter dem Mindestlohn - Bild von Ideogram.Ai

TLDR: Das Video "The 'Modern Day Slaves' Of The AI Tech World" enthüllte erst letztlich die verborgene Realität hinter der scheinbar mühelosen Welt der künstlichen Intelligenz. Virtuelle Assistenten wie Sarah erledigen nahtlos unsere täglichen Aufgaben in dem sie Übersetzungen prüfen und Bilder nachlabeln. Was viele nicht sehen: hinter einer technologischen Errungenschaft verbirgt sich tatsächlich die unsichtbare Belegschaft von "Geisterarbeiter:Innen" (sog. Ghost Workers). Diese unterbezahlten und austauschbaren Arbeiter beschriften Bilder, moderieren Inhalte und justieren unter anderem KI-Systeme für Tech-Giganten wie Google, Facebook, Amazon und Uber. Ihre Arbeit ist unverzichtbar, bleibt aber im Verborgenen und wird von den Unternehmen, die auf sie angewiesen sind, nicht anerkannt.


Ursprünglich lockte das Versprechen, bequem von zu Hause aus Geld zu verdienen. Doch hinter den Kulissen der künstlichen Intelligenz (KI), entwickelt von Tech-Giganten wie Google, Facebook, Amazon und Uber, verbirgt sich eine oft übersehene Belegschaft: die sogenannten "Geisterarbeiter" oder "Ghost Workers". Diese oft unterbezahlten und austauschbaren Arbeitskräfte sind für das Beschriften von Bildern, das Moderieren von Inhalten und das Training von KI-Systemen zuständig.

Viele dieser Arbeiter, die sich hauptsächlich in Entwicklungs- und Schwellenländern wie Kenia, Indien, Venezuela oder Kolumbien befinden, bereiten im Auftrag von Tech-Firmen Daten für das Training von KI-Systemen auf oder filtern unerwünschte Inhalte auf digitalen Plattformen. Schätzungen zufolge gibt es weltweit etwa 20 Millionen solcher Klickarbeiter. Ihre Tätigkeit ist entscheidend, um KI-Systemen den notwendigen Kontext zu vermitteln und Anwendungen wie Chatbots zu optimieren. Die großen Tech-Unternehmen delegieren diese Aufgaben häufig an Crowdwork-Plattformen wie Amazon Mechanical Turk oder spezialisierte Dienstleister wie Appen. Dadurch können sie auf ein weltweites Reservoir an kostengünstigen Arbeitskräften zugreifen, ohne direkte Verantwortung zu übernehmen. Diese Arbeiter sind keine Angestellten der Tech-Unternehmen, sondern "Clickworker" der jeweiligen Plattformen, die oft unter intransparenten Bedingungen arbeiten.

Die mühsamen Aufgaben hinter intelligenten Maschinen erledigen die Menschen. Denn um KI-Systeme zu trainieren, müssen oft riesige Datenmengen von Menschen gelabelt und aufbereitet werden. Diese repetitiven Aufgaben sind für die Entwicklung unverzichtbar, bleiben aber unsichtbar.

Über diese Plattformen und Outsourcing-Firmen werden sie als preiswerte Arbeitskräfte rund um die Uhr zur Verfügung gestellt. Die Bezahlung erfolgt meist im Akkord pro erledigter Aufgabe und nicht nach Stunden. Stundenlöhne von 1-2 Euro sind keine Seltenheit und bieten kaum ein existenzsicherndes Einkommen. Viele Klickarbeiter erleben enormen Arbeitsdruck, fehlende psychische Unterstützung und eine Form der digitalen Überwachung.

Google traf bald eine Entscheidung, nämlich den Vertrag mit dem Dienstleister Appen zu kündigen. Das hat die prekäre Situation der Geisterarbeiter ins Rampenlicht gerückt.

Die Alphabet Workers' Union kritisiert die Intransparenz und befürchtet verheerende Folgen für die betroffenen Arbeiter, über die wenig bekannt ist. Der Fall unterstreicht den Mangel an Sichtbarkeit und Sicherheit in der Branche.

Content-Moderatoren sind einer besonders hohen psychischen Belastung ausgesetzt. Um Plattformen von Gewalt, Hass und Missbrauch freizuhalten, müssen sie täglich verstörende Texte, Bilder und Videos sichten. Dies kann zu Panikattacken, Depressionen und posttraumatischen Belastungsstörungen führen. Berichte zeigen, dass die von Firmen bereitgestellte psychologische Unterstützung oft unzureichend ist.

Undercover-Aufnahmen zeigen den Alltag von Content Moderatoren, die oft traumatische Inhalte sichten müssen. Die psychischen Belastungen sind enorm, viele entwickeln Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTSD).

Die unsichtbaren Arbeiter hinter der KI-Revolution bei Tech-Giganten

Die Ausbeutung der Geisterarbeiter wirft ethische Fragen auf: Wie verlässlich sind KI-Systeme, die auf den Urteilen unterbezahlter, anonymer Arbeiter basieren? Mit zunehmender Automatisierung droht vielen zudem der Jobverlust.

Immer mehr Klickarbeiter und Forscher machen jedoch auf die Missstände aufmerksam und fordern bessere Arbeitsbedingungen. Dazu gehören existenzsichernde Löhne, Gesundheitsschutz, Anerkennung ihrer Expertise sowie Mitspracherechte. Ohne die Ghost Workers, so die Mahnung, ist der KI-Fortschritt eine Illusion. Es braucht ein Umdenken in der Branche, um ihre unsichtbare Arbeit wertzuschätzen und menschenwürdig zu gestalten.

Die Tech-Riesen stehen in der Verantwortung, faire Bedingungen und Perspektiven für diese essenziellen, aber unsichtbaren Arbeiter zu schaffen. Aber: Solange KI-Systeme auf menschliche Hilfe beim Training angewiesen sind, werden Geisterarbeiter eine wichtige, aber oft übersehene Rolle spielen.

Hier gehts zum Video:


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Disclaimer: dieser Artikel wurde nach meiner Recherchen mit KI (Perplexity und Gemini) selbst geschrieben, mit Deepl Write verbessert und Mistral zusammen gefasst und vereinfacht. Das Bild stammt von Ideogram und ist selbst erstellt. Dieser Artikel ist rein edukativ und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte melde dich, wenn Du Ungenauigkeiten feststellst, danke.


Quellen:

[...] https://www.spiegel.de/netzwelt/web/clickwork-und-content-moderation-die-gesichter-hinter-der-kuenstlichen-intelligenz-a-9629ea15-5bc3-42bd-a236-199d606b1a24

[...] https://netzpolitik.org/2023/globaler-sueden-prekaere-klickarbeit-hinter-den-kulissen-von-chatgpt/

[...] https://netzpolitik.org/2023/datenarbeit-wie-millionen-menschen-fuer-die-ki-schuften/

[...] https://netzpolitik.org/2024/data-workers-inquiry-die-versteckten-arbeitskraefte-hinter-der-ki-erzaehlen-ihre-geschichten/

[...] https://www.tagesschau.de/wissen/technologie/ki-klickarbeiter-trainingsdaten-100.html

[1....] https://www.spiegel.de/netzwelt/web/digitale-drecksarbeit-die-belastende-arbeit-der-content-moderatoren-in-afrika-a-7dd3f260-8bb3-40e3-95a3-adf4137eaad3

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